Spickzettel für die Ernährung bei Ayahuasca-Retreaten

Die Begegnung mit Ayahuasca erfordert von Ihnen die Beachtung einiger Regeln, darunter auch die Ernährung während des Retreats. Je nach Dauer Ihres Retreats sowie den von Ihnen gesetzten Zielen variiert der Grad der Nahrungseinschränkung von sehr streng (Fisch + Kochbananen oder Reis) bis begrenzt variationsreich (Fisch + 3 bis 4 Beilagen + 1 bis 2 Obstsorten der aktuellen Saison).

Bei diesem Retreat-Format geht es nicht nur um die Einschränkung hinsichtlich bestimmter Lebensmittel, sondern grundsätzlich um den Verzicht auf Variationen für eine bestimmte Zeit.

Bei einer kurzen Retreat-Dauer ist hingegen eine bestimmte Ernährungsvariation zulässig wobei auch hier einige Nahrungsmittelprodukte vollständig aus der Ration weggelassen werden müssen.

Folgende Lebensmittel sind tabu:

  • Käse (alle Sorten, insbesondere scharfe und langreifende), Milch, Schmand/ Sauerrahm, Sahne, Kefir.
  • Speiseeis
  • Verschiedene Sirupe und andere konditorische Glasuren und Füllungen
  • Sämtliche Arten von Keksen
  • Rotweine, Biere einschließlich Ale, Liköre, Whisky
  • Geräuchertes, Salami, Hühner – und Rinderleber, Hühnerpastete, Fleischbrühen, Marinaden, alle Erzeugnisse aus abgestandenem Fleisch, gegrilltes/ gebratenes Geflügel und Wildbraten
  • Kaviar, geräucherter sowie getrockneter Fisch, Hering (getrocknet oder gesalzen), Garnelenpastete, eingelegter Fisch
  • Hefeextrakte und Bierhefe
  • Proteinergänzungen
  • Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Erbsen, Soja), Sojasaft, Sauerkraut
  • Überreife Früchte
  • Süße Bananen, Zitrusfrüchte, Avocados
  • Trockenfrüchte: Rosinen, Feigen, Pflaumen, Himbeeren, Preiselbeeren
  • Gewürze
  • Salz, Zucker
  • Schokolade
  • Koffein, Theobromin, Theophyllin (Kaffee, Tee, Mate, Coca-Cola)

 

Desweiteren soll mit dem Konsum dieser Lebensmittel und Getränke höchst sorgfältig umgegangen werden:

  • Weißwein, Portwein
  • Starke alkoholische Getränke (Gefahr der Unterdrückung des Atmungszentrums)
  • Fermentierte Milchprodukte (Dickmilch, Joghurt usw.)
  • Spinat
  • Sojasauce
  • Einige Fruchtsorten wie Ananas und Kokosnuss
  • Erdnüsse

Spickzettel für die Ernährung bei Kamalonga-Retreaten

Unabhängig von der Dauer des Retreats müssen hier sehr strikte Einschränkungen eingehalten werden. Der Kamalonga-Retreat wird auch als die „weiße“ Diät bezeichnet denn hier sind nur spezielle Fischsorten und als Beilagen grüne Kochbananen, Reis, Kartoffeln und Yuca (Maniok) erlaubt.

Nach Abschluss des Retreats sind folgende Produkte aus Ihrer Mahlzeit noch mindestens eine Woche lang auszuschließen:

  • Eier
  • Tierische und pflanzliche Fette (in allen Formen)
  • Zucker
  • Salz
  • Zitrusfrüchte
  • Milchprodukte
  • Schokolade
  • Kaffee

Grundsätzliches über die Ernährung in Retreats

Zur Zeit, als der Indianer aufgrund des ein oder anderen Ziels den Kontakt zu den Pflanzen aufsuchte, unterlag seine Ernährung strengen Einschränkungen. Die Befolgung und Einhaltung dieser Einschränkungen waren für ihn so selbstverständlich wie das Atmen. Er wusste, was und wie viel er essen durfte. Diese Information teilte ihm die jeweilige Pflanze mit und er wusste es sie zu hören.

Der moderne, zivilisierte Mensch hat jedoch vergessen, die Welt und die Pflanzen zu hören. Er wurde dessen nicht gelernt. Genau aus diesem Grund brauchen wir die Spickzettel hinsichtlich der Ernährung, die uns informieren, was und wie viel man während eines Retreats essen darf und was grundsätzlich verboten ist.
Für unseren Verstand, der immer alles erklären und verstehen möchte, sind solche Erläuterungen – und am besten noch auf wissenschaftlicher Basis begründet- vonnöten.

Es ist jedoch erwähnenswert, dass moderne Studien an amazonischen Pflanzen bisher nur die alten Erfahrungen bestätigen, indem sie teilweise einige ihrer Aspekte erklären und gegen das Prinzip der Integrität der Wahrnehmung des Phänomens verstoßen.

Infolgedessen werden Sie hier keine wissenschaftliche Artikel über die Auswirkungen der einzelnen Pflanzensubstanzen auf die Biochemie und die menschliche Physiologie vorfinden. Lediglich Spickzettel, die Ihnen als Orientierungsbasis dienen werden.

Jeder länger dauernde Retreat (mehr als 2 Wochen) erfordert eine gewisse Vorbereitung des Körpers.
Folglich sollte mindestens eine Woche vor dem Retreat eine ernährungstechnische Entlastung Ihres Körpers stattfinden.

Diese Lebensmittel bedürfen einem reduzierten Konsum

3 Tage vor dem Retreat ist grundsätzlich auf Milchprodukte, Schweinefleisch, Kaffee und Alkohol vollständig zu verzichten.

Nach Beendigung eines anhaltenden Retreats ist eine allmähliche Ausweitung der Ernährung unter Berücksichtigung der Empfehlungen bezüglich verbotener Lebensmittel bestimmt.

  • Fleisch
  • Tierische Fette
  • Milchprodukte
  • Zucker
  • Salz
  • Gewürze
  • Schokolade
  • Kaffee
  • Alkohol

Erfahrungen und Lesenswertes in unserem  BLOG 


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